Professur für Marketing

Rokoko (Verbraucherrollen im kollaborativen Konsum)

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Rokoko (Verbraucherrollen im kollaborativen Konsum)

Förderinstitution:

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages

Projektbeteiligte:

Prof. Dr. Stefan Hoffmann (Professur für Marketing), Prof. Dr. Ludger Heidbrink (Praktische Philosophie), Projektmitarbeiter/in an der Professur für Marketing: Dr. Payam Akbar, Melanie Trabandt

Laufzeit:

2018 bis 2020

Kurzbeschreibung:

Das interdisziplinäre Projekt Rokoko (Verbraucherrollen im kollaborativen Konsum) führt die Professur für Marketing an der CAU Kiel unter Leitung von Prof. Dr. Stefan Hoffmann gemeinsam mit Prof. Dr. Ludger Heidbrink (Praktische Philosophie) durch. Das Projekt soll fundamentalen Fragen zum kollaborativen Konsum auf konzeptioneller und empirischer Ebene begegnen. Ausgehend von der Überzeugung, dass neben der Verbraucherrolle andere soziale Rollen in einer Person koexistieren und der These, dass Konsumenten simultan immer die Bürgerrolle einnehmen müssen, wird das Projekt die Rolle des kollaborativen Konsumenten untersuchen und die wesentlichen politischen, sozialen und ethischen Indikatoren dieser Rolle ableiten sowie hintergründige Einstellungs- und Motivmuster identifizieren. Das Projekt nutzt einen rollentheoretischen Zugang zur Erfassung des kollaborativen Konsums. Extreme und aus heutiger Sicht eindimensionale Rollenbilder begreifen den Konsumenten entweder als Souverän des Marktes, der mit seinem Kaufverhalten einen demokratischen Akt vollzieht oder als ohnmächtigen Verbraucher, der als Spielball der Wirtschaft keine relevanten Wahlmöglichkeiten besitzt. Zwischen diesen beiden Polen haben sich in den letzten Jahrzehnten immer mehr und differenziertere Konsumentenbilder etabliert. Im Rahmen des Projekts werden die deskriptiv ermittelten Rollenbilder seitens Politik und Wirtschaft den quantitativ ermittelten Rollenerwartungen der kollaborativen Konsumenten gegenübergestellt. Dieses Projekt soll dem Wandel bestehender Verbraucherrollen im Rahmen zugangsbasierter Geschäftsmodelle, von tradierten Kundinnen- und Kundenbildern hin zu kollaborativen Konsumenten und Ko-Produzenten, Rechnung tragen, die sich vom klassischen Anbieter-Verbraucher-Dualismus unterscheiden.